Donnerstag, 25. September 2014

Es geht wie´s Brezel backen


Arche Noah
Öl auf Leinen
28 x 36 cm
2014

Dieses Bild hatte ich schon zum Symposium mitgenommen. Da war es natürlich noch nicht fertig, sondern erst die erste Untermalung. Ich dachte in meinem jugendlichen Leichtsinn, daß ich das auch noch dort schaffe. Habe ich natürlich nicht, was nicht weiter schlimm war, und so habe ich es wieder mit nach Hause genommen, wo es erst einmal ein wenig rumstand, etwas einstaubte und mich vorwurfsvoll anblickte.
Neulich war ich auf einer Vernissage eines Freundes, und da war ich einfach so inspiriert, daß ich mich wieder rangesetzt habe. Es sind, wie soll es anders sein beim Symposiumsthema, wieder Fundstücke. Das schicke Schild habe ich im Luch gefunden, lag direkt vor mir, wie mir das immer passiert. Ich habe es schon fast zwei Jahre, und jetzt war der Zeitpunkt gekommen, es unterzubringen. Mehr schreibe ich erstmal nicht zum Bild ;-)


Hier handelt es sich um eine dieser Zufallsaufnahmen. Loki und Yago lagen friedlich im Vorraum an der Treppe und guckten raus bzw. betrachteten ihre Augenlider von innen. Ich bin gaaaaanz leise weggeschlichen, um meine Kamera zu holen. Eigentlich war ich nicht leise, habe es aber so getarnt, als würde ich gerade in der Küche rumräumen und was wegbringen. Solche Geräusche finden sie immer so schön einschläfernd. Aus einem Fenster heraus mit direktem Blick zur Tür habe ich dann diese Bild gemacht. Ich habe mich unter Einsatz meines Lebens aus dem Fenster gehängt und nach links fotografiert, während sie schon wieder vom Geräusch des sich öffnenden Fensters wach waren, mich aber nur lustlos anblickten. Da war zwar die doofe Kamera, aber deshalb aufstehen ... *gähn*

XD

Montag, 22. September 2014

Endlich ...

habe ich wieder Zugriff auf meine Seiten bzw. habe ich endlich einen neuen Rechner, so daß ich jetzt die Muße hatte, sie zu überarbeiten. :-) Obwohl ich noch am Suchen bin, was einen guten, kostenlosen html-Editor betrifft. Meist steht beim Download, sie wären kostenlos, um dann beim Installieren solche Dinge zu lesen wie 14 Tage oder 21 Tage kostenlos. Merken die es noch? Ich brauch keine sonstwas für aufsehenerregenden Sachen. Ich möchte einfach nur damit meine Seite bearbeiten (meist kopier ich sowieso nur von einer schon bereits fertigen Seite in die neue hinein, nur eben mit Modifikationen, was die Bilder betrifft). Ich bin nämlich ansonsten absolut webseitenimmun, habe so gar keine Lust, mich sonstwie damit zu beschäftigen, weshalb ich einen problemlosen Zugriff brauche, mit dem ich eine Seite als html-Seite gestalten kann, ohne daß ich wieder 1000 Fragezeichen im Kopf habe, weil ich gerade mal wieder nicht weiß, was ich machen soll ... Also ich habe mal munkeln gehört, es ginge mit einem normalen Editor ... uäh ... böhmische Dörfer.

Aber hier nun ein Bild aus der Symposiumsreihe. Es ist wieder nur ein kleines Bild, weil ich von meinem eigentlich Herzstück noch gar kein Foto habe (und ich daran noch ein klein wenig arbeiten möchte, bevor ich es online stelle, aber momentan ist es sowieso in der Ausstellung - also noch etwas Geduld):


Alte Geschichten
Öl auf Leinen
30 x 30 cm (glaube ich)
2014

Hier habe ich wieder einen Gegenstand des großen Stillebens herausgelöst. Diesmal den Schuh, den ich im Garten gefunden habe. Er muß schon jahrelang dort gelegen haben, wenn ich mir das Design und den schönen Bewuchs ansehe. Trotz Wind und Wetter über die Jahre hat er sich aber enorm gut gehalten. Das Bild heißt "Alte Geschichten", weil diese Schuh auch viel zu erzählen hätte von seiner Besitzerin. Von Tanzabenden, Glück oder Kummer. Aber auch, weil alte Geschichten gern weitergetragen werden. Klatsch und Tratsch, der kann nicht mit dem, weil einst, als alles in grauem Nebel lag, dies und jenes geschah. Man ist selbst nicht ganz immun dagegen. Sei es, daß man sich selbst eine Geschichte spinnt, oder man in eine alte Geschichte mit reingezogen wird. Ganz zufällig angelt man sich den Schuh, der dies weiterträgt, aus den Flüssen der Geschichte. Und genauso undurchsichtig wie diese Geschichten oftmals sind, sind auch die kleine Raupe und die Puppe, die ebenfalls den roten Faden weiterverfolgen - ob sie nun wollen oder nicht. Fragt mich nicht, warum die beiden dort mithängen - wahrscheinlich um die verschiedenen Stadien von Schichten und Geschichte zu zeigen. Sie verändert sich, im Kern bleibt sie jedoch gleich. Die Raupe ist ein Pudel, die Puppe die eines Windenschwärmers. Und ich finde, sie passen hervorragend zum Schuh.

:-)

Samstag, 20. September 2014

Leid und Freude liegen nah beieinander

Erst einmal:

RIP Mr. Holmes

Er war ein toller Hahn, aber ich habe mich gestern schweren Herzens entschlossen, ihn sanft einschläfern zu lassen. Die Entscheidung ist mir immens schwer gefallen, ich habe es mir nicht leicht gemacht. Und mir kamen immer mal wieder die Tränen im Vorfeld. Auch jetzt noch. Ich hätte nie gedacht, daß ich Hühner so toll finden werde.
Ich bin gestern zur Tierärztin gefahren, und sie hat ihn sich noch einmal angeschaut, nachdem er einen Monat lang von mir liebevoll gehegt und gepflegt wurde. Aber eben in einer Kiste, damit er sich nicht zuviel bewegt und zulegt. Aber er wollte einfach nicht laufen. Letzte Woche meinte die Tierärztin, wir geben ihm noch die Woche, da ich fast den Eindruck hatte, er hat seine Beine beim Flattern ein wenig bewegt. Aber die letzten Tage wirkte er steifer. Er gurrte immer glücklich, wenn ich ihn nach dem Füttern ins Gras gesetzt habe und er Löwenzahn knabbern konnte. Er war wirklich ein hübscher Schatz. Und obwohl er nicht laufen konnte, nahm er seine Aufgabe des Aufpassens noch immer sehr genau. Selbst auf meinem Arm warnte er noch, wenn er einen Milan sah.
Die Tierärztin meinte, er hätte es mit den Gelenken, wie eine Arthrose. Wahrscheinlich bakteriell bedingt, aber es ist leider auch nicht bei Vögeln behandelbar. Sie hat sich wirklich Mühe gegeben und ist auch eine ganz Liebe. Leider streut das irgendwann und verursacht auch Schmerzen. Das ist kein Leben für einen stolzen Hahn. Hühner müssen rumlaufen, ihre Umgebung neugierig erkunden, überall zupfen, Insekten, Eidechsen usw. jagen, sandbaden und dabei begeistert vor sich hingurren, miteinander kuscheln, sich mal streiten und das Gefieder spreizen oder auch einfach frech jemandem in den Schuh picken.
Er ist ganz friedlich eingeschlafen, und die Tierärztin, die lustigerweise auch aus Berlin-Köpenick kommt, hat ihm anschließend den Kopf unter den Flügel gelegt. Wie es sich gehört, meinte sie. Sie gestand mir dann, daß ihre Hühner auch eher an Altersschwäche sterben, weil sie sie so individuell findet.
Nun ruht Mr. Holmes ebenfalls im Ahnenhain, ich habe ihm noch ein Löwenzahnsträußchen mit ins Grab gelegt, und eine Feldsteinpyramide markiert die Stelle.

Dafür wächst Monsieur Poirot in seine Hähnchenrolle hinein. Er hält die Hühnerschar beieinander, damit ja keins irgendwo verlustig geht, besteht auf die fettesten Brocken (neulich hat er einer Henne eine Eidechse abgejagt, er muß noch etwas an seinen Gentlemanqualitäten als Hahn arbeiten) und ist auch sonst ziemlich witzig. Er balzt immer mal meine Schuhe an und ist der Zahmste in der Hühnerschar. Er war das kleinste Küken, weshalb ich ihn anfangs für eine Henne gehalten habe. Aber mit 5 Wochen war klar, daß dem nicht so ist, und das muß er jetzt natürlich ein wenig raushängen lassen. Seine Lieblingshenne scheint mir interessanterweise Miss Marple zu sein. Madame Pompadour war Mr. Holmes Lieblingshenne, aber sie hat nach wie vor die Vorrangstellung unter den Hennen. Grete und Piccadilly bilden den Schluß, aber obwohl Piccadilly am meisten gescheucht wird und die Kleinste ist, ist sie auch ziemlich gewitzt. Gerade eben hat sie eine Heuschrecke verteidigt, indem sie hakenschlagend durch die Gegend gerast ist und hat sie dann mit einem Haps runtergeschluckt.



Hatte ich schon erwähnt, daß ich mein Herz für Hühner entdeckt habe? Das sind mal wirklich auch Individualisten. Bei Hühnern denkt man zwangsläufig immer an etwas dümmliche Kreaturen, die nur gackernd vor sich hinrennen. Aber das sind sie nicht. Wie die einen schon angucken und ihren Charakter offenbaren ... Wahnsinn. Und die sind intelligent. Nicht alle gleich, das ist klar. Grete ist hier so die Doofe unter meinen Hühnern, aber auch die ist jetzt nicht wirklich dämlich. Sie müssen eben einfach nur die Chance kriegen, sich zu entwickeln, viele Eindrücke mitnehmen, und dazu gehört einfach viel Auslauf, kein Käfig. Meine haben 3000 qm Platz, um sich zu entfalten, und jeden Tag wagen sie sich ein Stück weiter vor, auch wenn sie ihre Lieblingsstellen haben. Z.B. unter der Haselnuß, unter der sie eine weitere Sandbadestelle eröffnet haben. Sie sitzen auch mal gern auf der Bank, was auch immer lustig aussieht. Oder ich erhasche gerade noch einen Blick, wie sie vom Ahnenhain aus am Zaun der Nachbarin entlang Richtung Obstwiese schlendern.
Jeden Tag sind sie aufs Neue spannend.

Dienstag, 12. August 2014

Symposium - was für eine Woche

Ich kann nur sagen: War das toll! Ich bin noch völlig geplättet und hin und weg. Hätte ich nicht soviel Sehnsucht nach Hundchen und Hühnchen gehabt, hätte ich glatt noch ein bis zwei Wochen dranhängen können. Rein von der Atmosphäre her war ich schon begeistert. Es kam eine Illustratorin, die ich auch schon länger durch die Veranstalter kenne, und meinte, sie bleibe jetzt die ganze Woche. Wir waren hinten im Atelier. Ich hatte mir einen schönen Platz gesucht, von dem aus ich alles im Blick hatte, aber selbst nicht sofort sichtbar war. Die Illustratorin setzte sich schräg hinter mich und breitete sich aus. So konnten wir immer auch quatschen. Dann waren noch ein paar Jugendliche mit im Atelier, die sich zusammen mit ihren Eltern nach Herzenslust ausprobierten. Die waren auch sehr angenehm. Eine weitere Dame lechzte nach meinem Wildscheinschädelchen und nahm ihn als Modell.

Vorne im Garten, mehr zur Galerie hin, waren die Leute auch beschäftigt. Aber es war nicht diese arbeitsintensive und kreative Atmosphäre wie bei uns. Das meinten einige andere auch, die mal zum quatschen und gucken vorbeikamen. Deshalb bin ich nur ab und zu mal zum Beine vertreten nach vorne gegangen, hier und da mal plaudern, schnell wieder zurück in die Höhle. Wir waren aber auch wirklich kreativ und haben wahnsinnig viel geschafft. Ich war, Streberin die ich bin, immer schon um 10 Uhr da, und dann habe ich, bis auf einige Unterbrechungen wie Mittag usw. meist bis 16 oder 17 Uhr durchgearbeitet. Das ist viel für mich, denn normalerweise knüppel ich nicht so. Aber das war der ganzen Unternehmung geschuldet, irgendwie war ich extrem beschwingt.
Sogar das Wetter spielte mit.

Jetzt fehlt mir das alles natürlich, ich fühl mich ganz leer. Daran merke ich, daß ich wirklich öfter mal nette Gespräche und Leute brauche - das ist zum kreativen Fluß gar kein Widerspruch. Auch die netten Abende bei kleinem Feuerchen waren äußerst lustig.

Aber Loki ist besonders froh, daß ich nicht mehr wegfahre. Der guckte immer gaaaanz traurig. Das können sie ja, die Wänster. Schön Schuldgefühle tief in die Seele schnitzen, damit man auch ja den ganzen Tag ein schlechtes Gewissen hat ;-) Abends (nachts) haben er und Yago sich dann vor Begeisterung nicht mehr eingekriegt, wenn ich denn dann wieder nach Hause kam.
Meine Hühnerchen haben mich auch vermißt. Mama Henne ist wieder da, das kann nur gut sein - Futter ist gesichert, auch wenn sie ohne mich täglich was bekommen haben. Das ist was ganz anderes. Meine Tomaten mußte ich etwas stutzen, weil die in der Woche irgendwie beschlossen haben müssen, äußerst üppig zu wuchern, so daß ich gar nicht mehr ins Tomatenzelt kam. Das war der reinste Dschungel. Die alte Uhr auf dem Buffet war auch stehengeblieben. Ehrlich, da bin ich mal eine Woche nicht da, schon schleift alles. Ähem. Hätte mich nicht gewundert, wenn die Hundsrosen in der Zeit alles umgarnt hätten und ich nur mit Kettensäge zum Haus hätte vordringen können.

Aber wow, ich bin noch immer ganz selig und werde demnächst sicher noch Nachlese dort machen müssen -was ich besonders schön fand, was noch ausgebaut werden könnte usw. Und mein Bild erstmal wieder mitnehmen, damit ich noch die letzten Lasuren rüberlegen kann. Es ist aber so gut wie fertig, ich möchte nur noch einige Feinheiten ausarbeiten.

:-)

Sonntag, 13. Juli 2014

Computer, Bilder und andere Kleinigkeiten

Seit über einem Monat bzw. seit zwei Monaten, wenn ich jetzt mal richtig rechne, bin ich ohne eigenen Computer. Er ist mal wieder verröchelt. Passiert bei mir öfter mal. Ich scheine eine durchschlagende Wirkung auf Technik zu haben *ggg* Die Platine ist jedenfalls im Ar***, und hier wird Computer rotieren gespielt. Ich warte auf einen guten Computer, der derzeit noch in Benutzung ist, weil die Person, die diesen hat, auf den wartet, an dem ich gerade sitze, der aber der Person gehört, die auf noch einen anderen Computer lauert. Verstanden? Nein? Egal.
Glücklicherweise gehöre ich zu den gewissenhaften Menschen, die ihren gesamten Computerinhalt auf einem megagroßen USB-Stick gespeichert haben und dazu noch auf einer mobilen Festplatte. Also immer wenn ich was an meinem Computer gemacht habe und es eine Veränderung gab, wurde alles eben doppelt nochmal woanders gespeichert. Ein Glück, kann ich da nur sagen! Das Verröcheln geht immer schneller, als man denkt. Aber da ich in sowas ja sehr viel Erfahrung habe, hat sich das bei mir als Routine eingebürgert. Aber ich lebe eben derzeit von meinem USB-Stick. Und da ich einfach auch faul bin, habe ich natürlich nicht ständig Lust, mir den zu greifen, in den Computer zu schieben und da alles zu machen. Ich beschränke das auf´s Nötigste, der Rest wird per Gedächtnis erledigt (da war er wieder, der Gedächtnispalast).

Allerdings erneuere ich dadurch auch gerade nicht meine Webseite. Und somit sieht das so aus, als hätte ich nichts gemacht. Dabei bin ich sowas von fleißig, daß ich mir gerade selbst auf die Schulter klopfe. Beidseitig. Es ist ein weiteres Bild fertig, welches ich natürlich durchaus hier online bringen könnte. Aber ich bin da so eigen. So lange das nicht auf der Webseite ist, ist es nirgendwo zu sehen. Und ich arbeite zudem an meinem großen Symposiumsbild. Das Symposium findet Anfang August statt, und ich mußte das Bild schon vorbereiten, weil ich es in einer Woche nicht schaffen würde. Aber das macht nichts. Es kommt auf die Idee an, die Darstellung, und einige Sachen werde ich auch beim Symposium noch malen, um das große Bild fertigzustellen, aber der größte Teil wird da schon erledigt sein. Ich habe mir ja von der Größe einiges vorgenommen, und Planung ist alles. Das Bild, welches schon fertig ist, gehört auch in die Reihe. Und ich plane evt. noch ein weiteres, noch kleineres. Aber so habe ich zwei bis drei kleine Bilder und eben das große Bild.
Ich werde sowieso eher schwer zum Arbeiten kommen, wenn ich beim Symposium bin. Zum einen liegt das am Ort. Ich mag es dort, aber kreativ bin ich nur in diesem einen, meinem Raum hier im Haus. Da fließt irgendwas durch mich hindurch. Von daher muß das, was ich am Bild noch zu arbeiten habe, auf ein Minimum beschränkt sein. Zum anderen laufen immer sehr viele, sehr interessierte Leute herum, und die stellen Fragen. Und wenn alle fünf Minuten jemand hereingelatscht kommt, ist das nicht so die Arbeitsatmosphäre, die ich mir wünsche. Wenn ich ständig unterbrochen werde, und davon gehe ich aus, geht es einfach nicht so schnell von der Hand. Zumal einige Zeitgenossen wirklich äußerst aufdringlich und lästig sind. Aber das habe ich schon klären können, so daß mir diese Personen etwas vom Hals gehalten werden.
Dennoch freue ich mich aufs Symposium, weil es bei lieben Freunden stattfindet und viele kommen, die ich gern habe.

Das wollte ich nur mal vermelden, um zu zeigen, daß es hier durchaus weitergeht und sich was tut. Ich habe nur nicht immer Lust, darüber zu schreiben bzw. vergesse ich es oft einfach. Oh, und die Hühner gedeihen. Habe auch viele Bilder, aber die sind ja auf dem Stick XD

Dienstag, 22. April 2014

Schattenseelen


Stilleben mit Schattenseelen
Öl auf Leinen
36 x 28 cm
2014

Ganz frisch von heute. Ich habe ja beschlossen, beim Symposium doch was anderes zu malen. Nicht Undine, sondern eher in der Stillebenrichtung. Eine Art Spurensuche. Und dieses Bild gehört da sozusagen mit rein, da ich Elemente, die ich beim Symposium malen will, herausgelöst habe. Ich habe einfach ein kleines Bild daraus gemacht, während das Bild für´s Symposium dann doch recht groß ausfallen wird.
Die zwei Schädel habe ich ja vor ein paar Wochen im Luch gefunden. Wobei der Waschbärenschädel nach einen Sturm verschwunden ist. Das Wildschwein war noch da, aber der Waschbär ist ausgewandert. Reisende soll man ja bekanntlich nicht aufhalten, also habe ich ihn ziehen lassen, wohin auch immer er gegangen sein mag. *ggg*
Dafür habe ich neulich einen Rehbockschädel gefunden. Natürlich mit Geweih. Fand ich einen netten Ersatz.
Schädel werden auch in dem großen Stilleben ihren Platz finden, aber ich wollte sie schon länger mal etwas in einem Regal oder Setzkasten darstellen. In meinem Gartenfundus kam dann noch das Türschluß samt Hebel vom Trabant dazu, und ich fand es irgendwie passen, diese Schattenseelen gemeinsam darzustellen und ihren einen gebührenden Platz zuzuweisen. Somit ist dieses Bild entstanden.

Es ist sowieso spannend, was ich auf meiner Spurensuche inzwischen alles gefunden habe. Daraus kann ich wahrscheinlich wieder zig Bilder malen, und ich fand meine Idee einfach nur grandios. Für mich grandios. Ich habe richtig Lust darauf, schon loszulegen, weswegen ich einfach anfangen mußte. Bis August ist es noch so lange hin, und dieses Bild kann in Ruhe reifen und seine eigene Komposition anlegen. Aber Leute, es gibt dermaßen interessante Dinge, die sich in Häusern und Gärten rumtreiben ...

Freitag, 18. April 2014

Meine Küken



Gestern habe ich mir aus Sachsen-Anhalt meine Küken beim Züchter geholt. Und zwar eine vom Aussterben bedrohte alte Hühnerrasse namens Altsteirer. Insgesamt war ich 6 Stunden unterwegs. OK, war nicht der nächste Weg, aber der nächste Altsteirerzüchter. Ein Herr aus Hessen, der erst seit einem halben Jahr dort wohnt. Ich bin sogar bei Lokis und Yagos Züchterin vorbeigekommen. Mehr oder weniger. Aber das hier war doch noch ein ganzes Stück weiter. Zumal ich ständig an Abzweigen Richtung Quedlinburg vorbeigekommen bin. Das war gar nicht mehr weißt *winkt zu Zia* Alles in allem aber eine ganz angenehme Strecke. Mich scheint´s immer, was die Viecher angeht, nach Sachsen-Anhalt zu ziehen. Weiß auch nicht woran das liegt.
Die Küken haben die lange Fahrt jedenfalls gut überstanden. Sie waren in einer Kiste mit Wärmflasche. Das war in Ordnung für sie. Ich weiß aber noch nicht, was genau aus ihnen wird - wieviele Hähne, wieviele Hennen. Man kann aber bei der Rasse notfalls auch mehrere Hähne ohne Streit halten, so das Grundstück groß genug ist. Das ist es ja auf alle Fälle. Wer nett ist, darf bleiben, sonst droht der Kochtopf. Fertig ;-)

Die Kleinen sind schon ganz munter, futtern begeistert ihre Brennesseln und Haferflocken und erinnern mich immer an Entenküken. Niedlich.
Loki ist ganz aufgewühlt. Es schreit und bewegt sich. Das macht ihn ganz wuschig. Ich muß ihn langsam an die Küken gewöhnen, daß sie keine Beute sind usw. Yago findet sie bisher langweilig.

:-)

Freitag, 21. März 2014

Stilleben IV.


Stilleben mit Pfeife - Sherlock Holmes
40 x 33 cm
Öl auf Leinen
2014

Nach monatelanger NichtArbeit ist heute nun endlich mein Bild fertig geworden. Als ich auf der Suche nach einem passenden Thema war, blieb mein Blick an der Teedose hängen, die ich vor über einem Jahrzehnt in London gekauft habe. Damals natürlich mit Inhalt. Da war mein Thema geboren. Ich liebe Krimis, und nachdem ich mich mit 11 Jahren entschieden hatte, auch mal etwas anderes als Märchen zu lesen, bin ich sofort bei Sir Arthur Conan Doyle hängengeblieben. Somit wurde der Nährboden für diese meine Leidenschaft gelegt. Bis auf die Tapete ist wieder alles im Bild aus meinem Fundus. Hier und da mit kleinen Veränderungen. Die Pfeife hat ein anderes Bildermotiv bekommen. Hätte ich ein Wallanderstilleben gemalt, hätte der Auerhahn bleiben können. *ggg* Die Tapete habe ich mit Bedacht ausgesucht. Sie entspricht vom Motiv her einer Tapete um die Jahrhundertwende. Es war mir wichtig, daß sie in die Zeit paßt. Zumal ich in der Gestaltung anderer Dinge sehr viel freier bin. Ich habe zwar etliche Bruyèrepfeifen in allen möglichen Formen, und Sherlock Holmes hat in der Tat eine solche geraucht, aber ich habe mich für ein anderes Exemplar aus meinem Fundus entschieden, weil sie erstens mehr hermacht (obwohl die Bruyèrepfeifen wirklich total schön sind) und ich zweitens auf dieser Pfeife ein Bild hatte, welches ich für Holmes anpassen konnte. Holmeskenner stellen sicher den Zusammenhang her, so sie das Motiv überhaupt erkennen können (es ist auch ein Vogel, aber der würde Auerhähne eher fressen).
Auch der Tabakbeutel ist original. Er riecht sogar noch stark nach Pfeifentabak, der Geruch ist wahrscheinlich in jede Lederpore gezogen. Es ist ein ganz dickes Leder, und ich fand ihn so schick, daß er dringend portraitiert werden mußte.
Zwei Geschichten habe ich im Bild verwendet. Wer herausfindet, welche, der kriegt eine imaginäre Tasse Tee ;-)

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Zuletzt aktualisiert: 20. Mai, 15:03

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