
Stilleben mit Pfeife - Sherlock Holmes
40 x 33 cm
Öl auf Leinen
2014
Nach monatelanger
NichtArbeit ist heute nun endlich mein Bild fertig geworden. Als ich auf der Suche nach einem passenden Thema war, blieb mein Blick an der Teedose hängen, die ich vor über einem Jahrzehnt in London gekauft habe. Damals natürlich mit Inhalt. Da war mein Thema geboren. Ich liebe Krimis, und nachdem ich mich mit 11 Jahren entschieden hatte, auch mal etwas anderes als Märchen zu lesen, bin ich sofort bei Sir Arthur Conan Doyle hängengeblieben. Somit wurde der Nährboden für diese meine Leidenschaft gelegt. Bis auf die Tapete ist wieder alles im Bild aus meinem Fundus. Hier und da mit kleinen Veränderungen. Die Pfeife hat ein anderes Bildermotiv bekommen. Hätte ich ein Wallanderstilleben gemalt, hätte der Auerhahn bleiben können. *ggg* Die Tapete habe ich mit Bedacht ausgesucht. Sie entspricht vom Motiv her einer Tapete um die Jahrhundertwende. Es war mir wichtig, daß sie in die Zeit paßt. Zumal ich in der Gestaltung anderer Dinge sehr viel freier bin. Ich habe zwar etliche Bruyèrepfeifen in allen möglichen Formen, und Sherlock Holmes hat in der Tat eine solche geraucht, aber ich habe mich für ein anderes Exemplar aus meinem Fundus entschieden, weil sie erstens mehr hermacht (obwohl die Bruyèrepfeifen wirklich total schön sind) und ich zweitens auf dieser Pfeife ein Bild hatte, welches ich für Holmes anpassen konnte. Holmeskenner stellen sicher den Zusammenhang her, so sie das Motiv überhaupt erkennen können (es ist auch ein Vogel, aber der würde Auerhähne eher fressen).
Auch der Tabakbeutel ist original. Er riecht sogar noch stark nach Pfeifentabak, der Geruch ist wahrscheinlich in jede Lederpore gezogen. Es ist ein ganz dickes Leder, und ich fand ihn so schick, daß er dringend portraitiert werden mußte.
Zwei Geschichten habe ich im Bild verwendet. Wer herausfindet, welche, der kriegt eine imaginäre Tasse Tee ;-)