Mittwoch, 25. Januar 2012

Grundierung, Grundierung

Ich bin jetzt seit Tagen damit beschäftigt, mein Leinen zu grundieren. Irgendwie habe ich zuviel Hasenleim "gekocht". Aber egal, muß ich notfalls noch einen Keilrahmen beziehen. Ich hab zweimal Hasenleim übers Leinen gestrichen, dann hab ich die Grundierung selbst fertig gemacht. Also Kreide usw., damit das Leinen weiß ist. Heute hab ich den ... jetzt muß ich mal überlegen ... vierten Anstrich getätigt. Ich glaube, ich werde noch mindestens zweimal rübergehen.
Ich hab mal wieder eine andere Mixtur probiert als die, die ich das letzte mal hatte. Die letzte basierte ja sozusagen auf einer Form von Eitempera mit Hasenleim. Theoretisch ist die für Acryl nicht zu verwenden. Nicht, daß ich Acryl verwende, aber im allgemeinen ist sie einfach "fett". Ich möchte mal eine ganz normale Grundierung haben. Mal sehen, wie ich mit der klar komme.
Ich mache das nicht bei allen Bildern, weil das doch ziemlich aufwendig ist. Theoretisch lohnt es sich, wenn man mehrere grundiert, aber dazu müßte ich auf den Dachboden. Und der ist mir gerade etwas zu kühl. Und im Sommer zu heiß *ggg* Aber ab und zu gönne ich mir das. Dann, wenn ich Lust habe, es wirklich von Grund auf aufzubauen und den Akt an sich als beruhigend empfinde, während diverse kleine Ideen durch meinen Kopf jagen.
So gesehen empfinde ich jedes meiner Bilder als etwas Besonderes, aber die selbstgrundierten haben da noch mehr von, weil ich mich einfach noch länger mit ihnen beschäftigt habe (so das überhaupt geht bei meinen langen Malzeiten) ;-)

Mittwoch, 18. Januar 2012

Herzlichen Glückwunsch, Haus :-)



In diesem Jahr wird das Haus 140 Jahre alt. Nicht aus diesem Anlaß, sondern weil es sich so ergab, haben wir Herbst letzten Jahres die Fassade machen lassen. Ich hab noch alte Pigmente gefunden, wußte aber nicht, ob das nun noch Original war. Aber egal, es hat so oder so eine ähnliche Farbgebung erhalten, weil ich die einfach toll finde. Es ist übrigens eine Silikatfarbe.
Es gibt nicht mehr viele Aufzeichnungen über das Dorf. 1871 ist es abgebrannt. Wirklich alles, und nur ein Jahr später wurde es neu aufgebaut. Mein Haus ist das Haus des Architekten, weshalb es erstens das größte im Ort ist (aber es ist so geschickt gelöst, daß die Häuser auf den ersten Blick gleich groß erscheinen, aber man sieht es spätestens, wenn man sie betritt), und zweitens auch das schönste. Was bei den anderen Häusern teilweise etwas überladen wirkt, ist hier relativ dezent. Hatte Geschmack, der Mann. Und eine Besonderheit des Dorfes soll wohl die Farbigkeit jedes Hauses gewesen sein. Eine bekannte Tatsache in der Gegend hier. Ich schätze, ungefähr in der Zeit des Art Deco wurde der Stuck an der Straßenfassade erneuert. Er hat eine schlichtere Eleganz um die Fenster herum. Fries, Rosetten und Pilaster sind aber wieder original erhalten. Ich habe mich entschieden, das so zu lassen. So hat der Giebel die alte Stuckaufteilung zurückbekommen, deren Reste ich natürlich fotografisch festgehalten habe.
Der Stuckateur war in seinem Element, und ich habe ihm natürlich auch genaue Vorgaben gemacht, wie ich was haben will. Schließlich auch in der Farbgebung. Stuck muß immer heller sein als die Fassade, um sich rauszuheben. Und wichtig war auch beim Giebel die Verbindung vom Blendfensterstuck zur Überdachung nach oben. Sonst sieht das aus wie Augenbrauen. Auch das ist natürlich so, wie es ursprünglich war. Ich versteh immerhin was von Kunstgeschichte (*hüstel* woher nur ...? XD)
Ach so, zwei Rosetten mußten wir nachmachen lassen, die fehlten leider. Also Abdruck von der schönsten genommen und weitervermehrt.
Ja, das ist nun das Resultat. Mir tuts ja fast ein wenig um den schäbigen look leid, aber mir war es wichtig, die Substanz zu retten. Es wird ja durch das Wetter auch nicht besser, und bevor der Stuck komplett verloren ist, war das schon die beste Option. Nach einigen Jahren wird es auch wieder ein natürlicheres Aussehen bekommen, obwohl Silikatfarben ja sehr haltbar sein sollen. :-)
Inzwischen ist wieder mal überall bekannt, daß wir das Haus haben machen lassen. Die meisten Reaktionen waren positiv (bis auf einige unter dem Motto: Machen lassen ist in Ordnung, aber gleich so schön! Tja, häßlich machen kann ich nun mal nicht), und es wird jetzt als Schlößchen tituliert. Hat auch in der Tat was von einem kleinen Herrenhaus.

:-)

Samstag, 7. Januar 2012

(Ver)Planungen

Ich unterhalte mich ja ab und zu mit Künstlerkollegen, und da kommen immer ganz interessante Ideen. Einige Projekte werden wir zusammen gestalten, aber andere kann man dort auch herauslösen und ebenfalls wieder zusammenfügen, sollte es gerade passen. Der, mit dem ich das offene Atelier gemacht habe, hat mich auf die Idee gebracht, Menschen in ihren Berufen zu malen. Er meinte, in der Fotografie ist das durchaus noch salonfähig, aus der Malerei ist es leider verschwunden. Er hat recht, zumal da wieder ein Anknüpfungspunkt bspw. an Otto Dix besteht. Ich fand die Idee so gut, daß ich ihm das gleich gesagt habe, und jetzt brodelt es in mir. Es gibt da noch eine andere Sache, die sich nur auf´s Havelland bezieht, aber ich werde die in diesen Oberbegriff integrieren, weil ich mich regional nicht festlegen möchte. Das meinte ich mit notfalls zusammenfügen. Es ist ja einfach, Bilder wieder in andere Kategorien zusammenzufassen, die sind da ja nicht so festgefahren.
Wir werden sicherlich jede/r für sich das ganze in Angriff nehmen und uns immer mal wieder überschneiden. Den Beruf Künstler hab ich somit schon, aber das weiß er, denn ich bin, glaube ich, im weiblichen Pendant belegt ... XD

Ich hab erst wirklich gegrübelt, welche Berufe mir interessant erscheinen könnten und mir das notiert. Sicherlich muß ich hier und da mal rumkurven und die Leute direkt ansprechen, die ich nicht kenne. Aber da fiel mir auch auf, wieviele Leute ich doch eigentlich kenne, und die haben schon irgendwo ganz interessante Berufe. Es seien nur Papierschöpferin oder Museologe genannt. Ich bin gedanklich natürlich schon wieder viel, viel weiter, also eigentlich sind die Bilder schon fertig ... irgendwo ... ich muß sie nur noch malen. Mir fallen im Vorfeld auch schon diverse kleine Symboliken ein, die ich natürlich auch sofort festhalte, um sie den diversen Gruppen zuzuordnen.

Wenn noch jemand eine interessante Idee hat, ich bin offen. Also Zia, wie wär´s *ggg*

Damit bin ich somit zur Zeit beschäftigt, auch wenn das gerade so aussieht, als gäbe es nichts Neues. Aber das ist ja immer so, es kann manchmal Zeit vergehen, in der scheinbar nichts entsteht, aber Ideen brauchen ihre Zeit des Reifens, und irgendwann ist der Moment da, an dem ich aufspringe und kurz meine Hände reibe, um zu beginnen.

Und ich wünsche ein frohes, neues Jahr. Möge es für Euch interessant, spannend, aufregend, beschaulich, entspannend, glücklich und erfolgreich sein.

:-)

Donnerstag, 3. November 2011

Trilogie







Heartcore I-III
Eitempera & Öl auf Leinen
je 18 x 12 cm
2011

Gestern hab ich das letzte Bild meiner kleinen Trilogie beendet. Wie man unschwer sehen kann, bestimmt das Thema Herz die Bilder. Anatomische Herzen natürlich. Die sind schicker.
Das Herz in Bild I sollte eigentlich in der Erde versunken sein, wie ich das schon einmal in einem der Aquarelle hatte. Aber ich hörte wie immer Musik, und gerade, als ich mich der Erde widmete, handelte das Lied von der See. Ich war so in Gedanken, daß ich tatsächlich Wasser gemalt habe. Paßt aber genauso, und ich finde die Idee spannend.
Die Idee zum zweiten Bild verdanke ich Zia, die mich mit Märchen über Herzen in Einmachgläsern völlig wuschig gemacht hat. Ich konnte an nichts anderes mehr denken und hab das sofort luschig skizziert, um das ja nicht zu vergessen. Sowas Faszinierendes kommt einem ja auch nicht alle Tage unter, nech.
Herz III ist aus einem meiner alten Bilder entwendet (das ist nicht online). Ich hab es aus seiner Umgebung herausgelöst und mich nur auf das arme Dingelchen konzentriert, eingeschnürt in ... Draht oder was auch immer.
Aber alle werden sie überleben. ;-)

Mittwoch, 28. September 2011

Zwei Bilder

War ja lange nicht drin, obwohl ich nicht behaupten kann, daß ich faul gewesen wäre. Irgendwie hab ich mir einfach nicht die Zeit für Blogneuigkeiten genommen.
Inzwischen hab ich zwei Bilder fertig. Das eine ist schon vom Juli, und ich war einfach zu faul, es einzustellen. Das andere hab ich gestern beendet. Aber der Reihe nach.


Nachtwanderung
Eitempera & Öl auf Leinen
100 x 80 cm
2011

Dieses Bild wollte ich eigentlich schon im August fertig haben. Aber wie das Leben so spült, hat es sich doch länger hingezogen, als von mir erwartet. Einerseits war ich doch öfter unterwegs als gedacht, andererseits braucht ein Bild dieser Größe eben doch seine Zeit, so daß einfach mal zwei Monate daraus wurden. Die Trocknungsphasen der einzelnen Lasurschichten unterschätze ich doch immer wieder. Besonders bei Rot- und Blautönen.
Auf dem Bild hab ich auch was geschrieben, was man in diesem Format natürlich gar nicht sehen kann. Aber auf dem Foto allgemein ist es schwer erkennbar, da es auch im Original nicht gleich ins Auge springt. Da steht:
Colonialwaaren, Kaffee & Tee, Roentgen
Ich hab das mal auf einem alten Haus in Berlin gesehen und fand das echt skurril. Was hat Roentgen da zu suchen? Aber es hat mir so gut gefallen, daß ich fand, es paßt gut zu meiner Art Bildern ;-) Es wimmelt da ja mal wieder von Figuren aus Träumen, Märchen und weiß der Geier was. Hat sich irgendwie verselbständigt. Ich konnte nichts tun! XD


Zwielicht
Öl auf Leinen
18 x 16 cm
2011

Dieses Bild zeigt einen Schmetterlingsfisch. Nicht dieses bunte Vieh, das man dann immer gleich vor Augen hat, sondern den bizarren Pantodon buchholzi. Den find ich abgefahren. Er hat sowas von einem Urviech an sich. Also wurde eine Art Zwitter aus ihm. Nicht, daß man viel an ihm verändern muß, aber von der Färbung (und dem Muster her) kann man da schon einiges machen. Dazu noch ein paar Fühlerchen.
Den hab ich im Juli gemalt, aber bisher noch nicht in eins meiner Blogs gestellt.

Größer zeigt der Holztiger die Bilder. Oder meine Webseite. :-)

Mittwoch, 22. Juni 2011

Herzlichen Glückwunsch Loki!



1 Jahr ist er heute geworden. Die Zeit vergeht aber auch. Wenn ich an das kleine Bündel von 10 Wochen denke, das mir begeistert in die Arme gesprungen ist, als ich zur Züchterin kam ... Charakterlich noch immer der Blödsinnbauer, wenn ich in seine Augen schaue, sehe ich den Schalk im Nacken - alles ganz unverändert *ggg* Aber äußerlich ist er so schön groß geworden. Wieder ein großer Sheltie, hach, ich hab immer so ein Glück :-)

Montag, 13. Juni 2011

Geburtstagswünsche und neues Bild

Liebe Zia, ich wünsche Dir alles Gute nachträglich zum Geburtstag. Ich hoffe, Du hast einen wunderschönen Tag verbracht und verzeihst mir, daß ich es gestern verschwitzt habe :-O :-) Fiel mir leider erst heute wieder ein. *mal umknuddels*

Und heute hab ich auch endlich das Bild fertiggestellt. Ich hab die gesamten Tag eigentlich fast nur durchgeackert - unterbrochen von Lokispielrunden und Gartenwandelambitionen.


Der Waldspaziergang
Öl auf Leinen
100 x 60 cm
2011

Dieses Bild hat es für mich in sich gehabt. Ganz urplötzlich, als ich nichtsahnend mit Loki vor mich hinschlenderte, fiel mir ein, was ich malen muß. Das Bild war sofort komplett im Kopf, und es hatte sogar schon einen Titel vorbereitet, damit ich da nicht so lange rumüberlegen muß. Ich wußte auch, in welcher Größe ich das haben will. Das Problem war nur, daß ich den Keilrahmen erst noch grundieren mußte (zusammengebaut und mit Leinen bezogen hatte ich ihn glücklicherweise schon). Ich schnell erste Grundierung gemacht, und dann muß ich ja erstmal warten, weil da noch mehr grundiert werden muß. Ging nicht mehr am selben Tag, klar. Und deshalb hat mich das Bild heimgesucht, als ich schlafen gegangen bin. In einer Tour geisterte es mir im Kopf herum, nannte mir seinen Titel und dann wieder von vorn. Ich dachte schon, jaahaaa ich weiß es, ich werd es nicht mehr vergessen. Aber Pustekuchen. Ich konnte einfach nicht einschlafen, und als ich dann schlief, hab ich geträumt, daß ich es schon mal angefangen habe zu malen o_O Am nächsten Tag wieder grundiert, irgendwann dann endlich die Imprimitur rauf und ich konnte mit der Skizze direkt auf dem Keilrahmen beginnen. Ich konnte aber nach wie vor nicht einschlafen, weil ich richtiggehend aufgewühlt war. Keine Ahnung, aus welchem Grund. Ist jetzt nicht so, daß es das Bild aller Bilder für mich ist, aber irgendwie hat es zu mir gesprochen und wollte dringend raus in die Welt. Erst als ich den ersten Pinselstrich gesetzt habe, konnte ich wieder schlafen.
Und normalerweise hab ich auch nie den Titel parat, noch bevor ich überhaupt angefangen habe zu malen. Das ist auch ganz ungewöhnlich. Aber gut, macht es für mich leichter, brauch ich nicht ewig lange rumgrübeln.

An sich ist das Bild relativ absurd und skurril, und ich mußte öfter schmunzeln, als ich es so vor mir sah - gerade in Kombination mit dem Titel. Wer geht schon so spazieren? Aber es war immens wichtig, daß es genau so aussieht und heißt. Erst könnte man denken, hey, hat das was mit dem Tod zu tun? Nein, hat es nicht. Dafür ist das Kleid zu Rot, auch wenn die Dame eine Schnabelmaske trägt. Und die Lilien sind keine Madonnenlilien - ja gemeinhin ein Zeichen für Jungfräulichkeit und Tod. Es handelt sich um eine Königslilie (lilium regale) *drauf besteh* Gerade hab ich gelesen, wie jemand den Duft der Königslilie gegen Abend als schwülstig und voller Verheißung für die Nacht beschrieb. Das paßt irgendwie zur Gesamterscheinung der Dame, die mir ihrem Rot Leben ausstrahlt, auch wenn sie so ernst guckt. Obwohl ich eher in die Richtung sinnlich gehen würde - trotz des Spaziergangs mit langem, rotem Kleid. Das Kleid hab ich mir übrigens von Hieronymus Bosch ausgeborgt, nur daß ich offene Ärmel anstelle der Trompetenärmel gemalt habe, und es sind auch noch einige andere Veränderungen anzutreffen, wie immer, wenn ich Elemente alter Meister benutze.

:-)

Mittwoch, 8. Juni 2011

Zwischenbericht

Ich bin dran am neuen Bild. Hab heute schon viel geschafft. Hintergrund ist komplett fertig mit zigster Lasurschicht, die Figur selbst hat inzwischen die zweite Farblasur bekommen. Wollte gar nicht soviel auf einmal machen, weil das immer sehr anstrengend ist - diese stundenlange Konzentration ... aber ich konnte nicht mehr aufhören. Mir hat schon mein Handgelenk wehgetan vom brutalen Rumschrubben auf dem Leinen, doch wenn ich jetzt gucke, bin ich äußerst zufrieden. Es nimmt Formen an. Bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis, ob es so wird, wie ich es im Kopf hatte.
Mehr später, wenn ich es online stelle.

:-)

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Meine Seiten und anderes

Kunstdrucke bei mygall

Aktuelle Beiträge

Ja komisch, in kleineren...
Ja komisch, in kleineren Häusern nutzt man die...
Lu Ping - 26. Jan, 15:11
Das war der Elternhausbonus...
Das war der Elternhausbonus vom Maurer, daß ich...
Lu Ping - 26. Jan, 15:04
Das ist der Effekt, der...
Das ist der Effekt, der sich bei größeren...
Zia - 26. Jan, 12:03
Da hast Du ja wirklich...
Da hast Du ja wirklich Glück gehabt mit Deinem...
Zia - 26. Jan, 11:44
Grundierung, Grundierung
Ich bin jetzt seit Tagen damit beschäftigt, mein...
Lu Ping - 25. Jan, 15:37

Suche

 

Status

Online seit 1970 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 26. Jan, 15:12

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren