Mittwoch, 9. Mai 2012

Zia


Zia
Öl auf Leinen
100 x 80 cm
2012

Ich hatte ja irgendwann in einem der letzten Beiträge von meinem "neuen" (alten) Projekt berichtet, Menschen in ihren Berufen zu malen. Daraufhin habe ich ja einige Leute angesprochen, weil mir auffiel, daß ich doch sehr interessante Menschen kenne. Zia gehört nun zu meinen Ersten.
Wie immer in meinen Bildern ist nicht auf den ersten Blick klar, was Zia nun genau beruflich macht. Ich hätte Zia jetzt ganz plump darstellen können, was ihren Beruf angeht. So mit Hacke und Spaten. Richtig, Zia ist ein Genie im Bereich Pflanzen. Sie verkauft sie, sie plant Gärten (hoffe ich, daß ich das jetzt richtig interpretiert habe), sie schreibt Artikel darüber. Also war es ja naheliegend, sie als eine Art Göttin darzustellen. Immer wenn ich das Bild anschaue, denke ich: Gaia! *ggg* Wie sie so den üppigen Pflanzenwuchs hinter sich weiß, sagt doch alles. Zia hat natürlich auch eine dunkle Seite. Sie liebt Morde. Sie führt sie nicht selbst aus, ihre Hände macht sie sich nur mit Gartenerde schmutzig. Planung und Ausführung überläßt sie anderen talentierten Personen in Büchern und Filmen. Da neben dem Beruf immer auch der ganze Mensch eine Rolle spielt, gehörte das nun einfach mit rein.
Und so hab ich wieder den Bogen über die Pflanzen geschlagen. Klar, auf dem Buch kann man etwas lesen und sich mehr bei denken (und es ist kein böses, englisches Wort ;-), aber das Bindeglied ist doch die kleine, hübsche und so harmlose Pflanze in ihrer Hand (verzeih mir, daß ich Dir keinen Handschuh zum Schutz übergezogen habe, aber ich glaube, Du wirst es überleben). Diese Pflanze verbindet die griechische Mythologie, die Pflanzen, das beliebte Gift aller Giftmischerinnen und damit die Kriminalliteratur miteinander. Aconitum napellus. Wohl bekomm´s ;-)

Eine Menge Leute haben ihr Bild sogar schon im Fernsehen gesehen und zum offenen Atelier bewundert, noch bevor sie es selbst gesehen hat. Und sofort fielen Worte wie Arsen und Eisenhut. Das hat mich irgendwie befriedigt.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Berliner Abendschau

Neulich blinkte wie wild mein AB, und eine Dame von der Berliner Abendschau fragte nach, ob sie bei mir drehen könnten wegen der offenen Ateliers. Ich hab einfach mal angerufen, und sie wollten eine Rundtour machen, die auch die Papierschöpferin im Nachbarort und den Kunstgießer zwei Dörfer weiter umfaßt. Da wir ein wenig verlinkt sind, haben sie uns rausgesucht.

Gestern jedenfalls waren sie da, denn sie mußten es ja schon im Vorfeld drehen. Also erstmal so halbwegs alles fertigstellen, auch wenn das wieder verändert wird. Hauptsache, im Fernsehen kommt es rüber. Man, das war echt ein Streß. Zwischendurch dachte ich, das schaff ich zeitlich nie und nimmer, denn das offene Atelier findet erst diesen Sonnabend statt - 05.Mai 2012.
Und überhaupt hab ich mich gefragt, worauf ich mich da eingelassen habe. Fernsehen. Um Himmels Willen! Reden ... vor der Kamera! :-O *grusel* Aber ich hab mal meine comfort zone verlassen, denn ich dachte so, wenn die schon auf mich zukommen, dann wäre ich schön blöd, diese Gelegenheit sausen zu lassen, oder?

Es war dann auch wirklich sehr nett, denn bis auf den Fahrer waren das alles Frauen. Kamerafrau, Tonfrau und ... öh ... die, die das alles organisiert und sagt, was jetzt gefilmt wird usw.

Zu sehen ist es morgen so gegen 19:50 (+/-) in der Berliner Abendschau beim RBB. Immer dran denken, es gibt immer zwei Nachrichtensendungen. Einmal für Brandenburg, und einmal für Berlin. Berlin ist es. Das sind die freitäglichen Ausflugstips nach Brandenburg, und ich weiß jetzt schon, daß ich es total peinlich finden werde. Eigene Stimme hören. Uaaah. Es sei denn, sie haben mich rausgeschnippelt *ggg*

Freitag, 20. April 2012

künstlerische Meldung II

Also Zia, ich arbeite wirklich am Bild. *ggg* Ich hoffe, daß ich es bis zum offenen Atelier fertig kriege :-OOO. So sehr ich nach Sonne lechze, ich wünsche mir REEEEGEN, damit ich nicht dauernd im Garten rumbuddle.
Ich wäre eigentlich schon viel weiter gewesen, aber ich hab das Bild abgespannt und zerschnitten. Ich kam damit nicht weiter, ich fand es so uninspiriert. Und eines nachts faßte ich den Entschluß, es nochmal neu zu machen. Also runter damit, neu bespannen und grundieren. Deshalb die Zeitverzögerung. Aber jetzt gefällt es mir ;-)
Zerschnitten habe ich es übrigens nicht, weil ich so ein rachsüchtiges, melodramatisches Wesen habe, um mit den Bildschnipseln gekonnt inszeniert um mich zu werfen, sondern weil mir bestimmte Sequenzen daraus gut gefielen, so daß ich sie mir rausgeholt habe. Mal sehen, was ich damit anfange. Vielleicht kleb ich sie auf so eine Spanplatte oder dergleichen.

Ich habe das Bild außerdem vom Quer- ins Hochformat transferiert und auch die Anwesenheit von Dingen stark reduziert. Jetzt ist da gar nicht mehr soviel drum herum, aber ich hoffe, die Idee an sich ist immer noch erkennbar. Ich will jetzt gar nicht soviel darüber reden, weil man sich das sowieso nur schlecht vorstellen kann.

Das ist auch nur eine weitere Meldung, damit niemand denkt, ich bin dem weißen Kaninchen endgültig ins Kaninchenloch gefolgt. Weiß man ja nie ...

:-)

Freitag, 2. März 2012

künstlerische Meldung

Wollte nur vermelden, daß ich durchaus am Malen bin. Es hat nur wieder ganz ordentliche Ausmaße, und da dauert das einfach ein bißchen. Besonders wenn jemand beim Malen so perfektionistisch ist wie ich. Und die Lasuren dauern auch = lange Zeit.

Ach so, hab mir bei Dawanda einen kleinen Shop eingerichtet. In dem verkauf ich jetzt nicht meine Portraits usw., die sind für so einen Shop viel zu teuer, aber so kleinere Bilder (manchmal gebe ich ältere Bilder preiswerter ab bzw. habe extra dafür preiswerteren Kram), Postkarten. Das alles. Die relativ preiswerten Bilder sind nicht auf Leinen gemalt, welches ich liebevoll auf selbst zusammengebaute Keilrahmen gespannt und grundiert habe, sondern sind fertige Rahmen mit Baumwollbespannung. Die kleinen, teuren Bilder sind allerdings jene, welche ... Leinen und so ;-)
Hatte lange gegrübelt wegen Dawanda. Hab ja viel darüber gelesen vor ein paar Jahren, und ich war erst nicht interessiert. Aber irgendwann hab ich mir gesagt: Ach, egal! So, da bin ich nun. Hab ihn hier im Blog in der rechten Leiste verlinkt, aber hier nochmal im Beitrag:

Shop

Was tut man nicht alles ... XD

Werde da so nach und nach was einstellen. Mal sehen.

Sonntag, 19. Februar 2012

Der Unsympath

Und den als wahrscheinlich neuen Bundespräsidenten. Na danke auch.

Schauder!

Würg!

Und eben dieser demnächst-BuPrä hat ihn, der die Eröffnungsrede zu den Salzburger Festpielen halten sollte, mit ausgeladen (edit: wohl nicht mit ausgeladen, sondern stattdessen die Rede gehalten über Freiheit usw., fand die Ausladung Zieglers aber wohl nicht so interessant, um dazu noch etwas zu sagen). *Ironie an* Hat echt Rückgrat, der werte Herr demnächst-BuPrä. *Ironie aus* Aber wer solche Meinungen wie unter "Schauder!" verlinkt sülzt, bei dem braucht man sich auch nicht wundern.

Ach ja, wer die Rede, die nicht gehalten wurde, lesen will, schaue hier.

Armes Deutschland, wir werden von einem Popanz nach dem anderen regiert. Eigentlich meine ich das in der Mehrzahl.

:-/

Sonntag, 12. Februar 2012

B-Gesellschaft

Ich bin auf eine interessante Bewegung gestoßen. Initiiert wurde sie von Camilla Kring in Dänemark. Es geht um die sogenannten Lerchen und Eulen. B-Gesellschaft bezieht sich hier auf die Eulen. Menschen, die einen völlig anderen Rhythmus haben, eben spät aufstehen, dafür aber dann lange, lange wach sind. Ist ja nicht so einfach, so zu leben, wenn man eingebunden ist in das gesellschaftliche Leben. Angefangen bei Arbeit, Schule usw. bis hin zu den Ämtern und so fort.
Es ist ja bis heute so, daß Menschen, die lange schlafen, irgendwie als faul angesehen werden. Wenn man nicht um 6 Uhr aus dem Bett springt und spätestens 8 Uhr wahnsinnig aktiv ist, ist bei einem Hopfen und Malz verloren. Warum eigentlich? Der Wachrhythmus bleibt ja gleich, man geht ja nicht schon um 21-22 Uhr ins Bett, sondern eben erst um 1-2 Uhr morgens. Und in diese Zeit kann man genauso viel produktive Arbeit stecken wie Frühaufsteher.

Ich kenne auch Sätze wie: Dann mußt Du eben früher ins Bett gehen. Klar, so einfach ist das! Ich bin einfach nicht müde, das ist das Problem, ich bin hellwach, mein Geist arbeitet wie verrückt, wie soll ich da schlafen? Ich könnte es umdrehen und sagen: Geh Du doch einfach später ins Bett. Das zählt dann nicht, oder?
Faszinierend finde ich ja, daß es sogar Forschungen darüber gibt, daß es eben mit früher ins Bett gehen usw. nicht getan ist. Daß der Körper der Spätaufsteher tatsächlich anders arbeitet. Das heißt bspw. daß die Körpertemperatur bei einem Spätaufsteher um 7 Uhr morgens sehr viel niedriger ist als bei einem Frühaufsteher.
Somit ist es nicht lapidar damit getan, sich einem Zeitjoch zu beugen, weil man einfach mal nicht wirklich produktiv ist.

Aber ich kann das gar nicht wirklich so schön zusammenfassen, fühle mich davon aber so angesprochen. Wer sich dafür interessiert, kann hier gucken:

Webseite B-Gesellschaft (auf Englisch)

Viel Spaß :-)

Donnerstag, 9. Februar 2012

Töschis 2. Todestag



"...

If tears could build a stairway
and heartache make a lane,
I'd walk a path to heaven
and bring you back again."

Author Unknown

Die Zeit vergeht aber auch. Und extra für Dich hat es heute wieder ordentlich geschneit. Oder war es ein Geschenk von Dir an mich und Loki? :-)

Mittwoch, 25. Januar 2012

Grundierung, Grundierung

Ich bin jetzt seit Tagen damit beschäftigt, mein Leinen zu grundieren. Irgendwie habe ich zuviel Hasenleim "gekocht". Aber egal, muß ich notfalls noch einen Keilrahmen beziehen. Ich hab zweimal Hasenleim übers Leinen gestrichen, dann hab ich die Grundierung selbst fertig gemacht. Also Kreide usw., damit das Leinen weiß ist. Heute hab ich den ... jetzt muß ich mal überlegen ... vierten Anstrich getätigt. Ich glaube, ich werde noch mindestens zweimal rübergehen.
Ich hab mal wieder eine andere Mixtur probiert als die, die ich das letzte mal hatte. Die letzte basierte ja sozusagen auf einer Form von Eitempera mit Hasenleim. Theoretisch ist die für Acryl nicht zu verwenden. Nicht, daß ich Acryl verwende, aber im allgemeinen ist sie einfach "fett". Ich möchte mal eine ganz normale Grundierung haben. Mal sehen, wie ich mit der klar komme.
Ich mache das nicht bei allen Bildern, weil das doch ziemlich aufwendig ist. Theoretisch lohnt es sich, wenn man mehrere grundiert, aber dazu müßte ich auf den Dachboden. Und der ist mir gerade etwas zu kühl. Und im Sommer zu heiß *ggg* Aber ab und zu gönne ich mir das. Dann, wenn ich Lust habe, es wirklich von Grund auf aufzubauen und den Akt an sich als beruhigend empfinde, während diverse kleine Ideen durch meinen Kopf jagen.
So gesehen empfinde ich jedes meiner Bilder als etwas Besonderes, aber die selbstgrundierten haben da noch mehr von, weil ich mich einfach noch länger mit ihnen beschäftigt habe (so das überhaupt geht bei meinen langen Malzeiten) ;-)

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